Wandererverein
Wegscheid

Wanderer beim Meisinger

Erste Bewirtung in frisch renovierter Gaststube

Eine ganze Zeit fiel das Gasthaus Meisinger im Turnus des Wanderers aus. Grund dafür war die Renovierung der Gaststube, die sich als aufwändiger herausstellte als man zunächst dachte. Am 14. September 2022 war es dann endlich soweit und der wöchentliche Treff des Wanderervereins konnte im Gasthaus Meisinger stattfinden. Diese Gelegenheit ließen sich viele Wanderer nicht entgehen und so saß man an einem sehr großen Stammtisch beisammen.

Der Wandererverein auf Landpartie

Wandererverein besucht das Kasberger Waldfest auf dem Kasbichl

Den Wandererverein Wegscheid gibt es seit 1842, er wurde von Wegscheider Bürgern gegründet. Treibende Kraft waren dabei die vielen Beamten und die Ärzteschaft. Zweck des Vereins war die Bereicherung des öffentlichen Lebens und die Unterstützung bedürftiger. So wurden regelmäßig Einkleidungen für Schulkinder durchgeführt. Es gab ja damals noch keine Sozialversicherung.

Zu den regelmäßigen Angeboten des Wanderervereins gehörten „Landpartien“. Man wählte dazu schön gelegene Plätze mit gutem Blick auf Wegscheid und beauftragte einen Wirt mit der Ausrichtung. Auch für musikalische Unterhaltung wurde gesorgt und dazu das Wegscheider Streicher-Ensemble engagiert.
Später wurden daraus die berühmten Wegscheider Waldfeste, die im Wechsel unterhalb des Kasbichl, am Kapellenholz und am Waldsportplatz stattfanden, auch diese Zeiten liegen Jahrzehnte zurück. 

Seit 2020 ist Franz Schuster Vorsitzender des Wanderervereins. Er verpasste dem Verein eine Homepage und widmete sich dabei auch der Chronik, dabei kam ihm die Idee, die Landpartie wieder aufleben zu lassen. Der Vorschlag fand große Zustimmung und es wurde der Beschluss gefasst, das Waldfest auf dem Kasbichl gemeinsam zu besuchen.

Am Sonntag, 14. August war es dann so weit. Zwölf Mitglieder trafen sich auf dem Markplatz und wanderten zum Kasbichl. Der Name Wandererverein hat übrigens nichts mit Wandern zu tun, denn im Jahr 1842 kannte man Wandern noch nicht. Im günstigsten Fall ging man spazieren, so man kein Fuhrwerk hatte. Als Wandern bezeichnete man damals das „Umherziehen“ und es könnte damit zusammenhängen, dass die Treffen der Wanderer abwechselnd in den Gasthäusern des Marktes stattfanden. Wobei es solche Wanderervereine vielerorts gab und die Idee vermutlich von versetzten Beamten nach Wegscheid gebracht wurde.

Es sollte nicht bei den Zwölfen bleiben. Am Ende kamen sechsundvierzig „Wanderer“, die Partner*innen mitgezählt, auf den Kasbichl und konnten bei herrlichem Wetter das Ambiente und die hervorragende Bewirtung durch die Kasberger Feuerwehr genießen. Bereits im Vorfeld haben die Wanderer beim Feuerwehrvorstand Johannes Weidinger angefragt, ob sie beim Waldfest Tische reservieren dürfen, was Weidinger gerne gestattete. Vorstand Schuster und Kassier Werner Obermeier hatten Wertmarken für die Mitglieder vorbereitet, die auf dem Fest umgesetzt werden konnten. Und alle waren sich einig: Schön war’s!

Wie es seit Gründung brauch ist, verkündete Franz Schuster zum Schluss: „Der nächste Wanderer findet am Mittwoch im Gasthaus Escherich Heindl statt.“

Der Wandererverein Wegscheid

Jeden Mittwochabend in einer Wegscheider Gastwirtschaft

Die Pandemie hat uns gezeigt, was fehlt, wenn wir plötzlich keine Treffpunkte mehr haben, wenn sich Leben daheim, auf der Couch und ausschließlich vor dem Bildschirm abspielt. Ja, wir spürten, dass uns da etwas fehlt. Beim Wanderer werden gerne Späße gemacht aber es wird auch das örtliche und größere Geschehen diskutiert. Kurzum, es wird viel miteinander geredet und das ist ein sehr wichtiger Aspekt beim Wanderer, wie die Treffen genannt werden.

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Der Wanderer - Gern besuchtes Treffen jeden Mittwoch.